Stahlbalkone an einem Passivhaus (Foto: Schöck)

Auskragende Stahlkonstruktion jetzt auch bei Passivhäusern möglich

Auf der Internationalen Passivhaustagung in Darmstadt im April 2016 stellte der Bauteilehersteller Schöck die neuen Isokorb-Typen KSXT und QSXT vor. Am Anschluss von auskragenden und unterstützten Stahlkonstruktionen sorgen sie für die Minimierung von Wärmebrücken.

Als Weiterentwicklung der Typen KS und QS sind die neuen Wärmedämmelemente die Antwort auf die steigenden energetischen Anforderungen an Gebäude durch die Verschärfung der EnEV 2014.

Schon heute nach Passivhaus-Standard planen

Aufgrund der strengeren Vorgaben hinsichtlich der Energieeffizienz empfiehlt es sich, schon heute nach Passivhaus-Standard zu planen und so die energetischen Ansprüche von morgen zu erfüllen. Wärmebrücken wirken sich in diesem Kontext negativ auf die Energiebilanz des Gebäudes aus. Sie treten häufig im Bereich von Bauteilanschlüssen auf – wie beispielsweise am Übergang eines Stahlbalkons an eine Betondecke. Eine thermische Trennung an dieser kritischen Stelle hilft, Wärmebrücken zu minimieren.

Schöck Isokorb QSXT
Schöck Isokorb QSXT

Mit einer wärmetechnisch optimierten Lösung für Beton-Stahl-Anschlüsse erweitert die Schöck Bauteile GmbH ihre Produktreihe Isokorb XT für auskragende Bauteile. Die Isokorb Typen KSXT und QSXT mit einer Dämmkörperdicke von 120 Millimetern erreichen gegenüber den Typen KS und QS eine um mehr als 50 Prozent gesteigerte Wärmedämmleistung. Der Balkonanschluss ist vom Passivhaus Institut in Darmstadt – je nach Tragstufe – als zertifizierte Passivhaus-Komponente beziehungsweise Energiesparkomponente ausgezeichnet. Es ist damit das derzeit energieeffizienteste Wärmedämmelement für Beton-Stahl-Anschlüsse auf dem deutschen Markt.

Stützenfrei planen im Passivhaus-Standard

Mit dem neuen Isokorb Typ KSXT können jetzt auch frei auskragende Bauteile mit Stahl im Passivhaus-Standard realisiert werden. Das gibt Architekten und Planern die Möglichkeit, anspruchsvolle Lösungen umzusetzen, die gleichzeitig hohen energetischen Anforderungen gerecht werden; insbesondere auch dann, wenn keine Stützen möglich oder aus gestalterischen Gründen nicht gewünscht sind. Durch die Anpassung der Dämmdicke der Isokorb Typen an die steigende Fassadendämmdicke ergibt sich zudem ein Vorteil für die Detailausbildung am Balkonanschluss. Das thermische Trennelement hat in etwa dieselbe Dicke wie die Wärmedämmebene. Dies vereinfacht die Abdichtung rund um den Anschluss.

Auch für Stahlvordächer, Fassadenunterkonstruktionen und Verschattungssysteme geeignet

Doch nicht nur bei Stahlbalkonen können die Isokorb Typen KSXT und QSXT zur Minimierung von Wärmebrücken eingesetzt werden. Sie eignen sich auch, um Stahlvordächer, Fassadenunterkonstruktionen und Verschattungssysteme anzuschließen. Die Wärmedämmelemente für Beton-Stahl-Anschlüsse ermöglichen auch dem Stahlbauer einen hohen Vorfertigungsgrad. Montagezeiten auf der Baustelle verringern sich somit.

Dank ihrer hohen Tragfähigkeit lassen sich moderne Balkongestaltungen technisch und bauphysikalisch problemlos lösen. Architekten und Planer greifen mit den neuen Isokorb Typen auf eine zertifizierte und sichere Lösung zurück, wenn es darauf ankommt, energieeffizient und zukunftsweisend zu bauen. Die beiden neuen Wärmedämmelemente sind ab Mitte 2016 erhältlich.

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30.05.2016

Veröffentlicht von Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!