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Das neue Kinderhaus im Waldachtal (Michael Weindel & Junior Architekten)

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Blick ins Foyer

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Treppenhaus und Rutsche

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Flur

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Garderobe

Ein farbenfrohes „Haus für Kinder“ im Nordschwarzwald (Michael Weindel & Junior Architekten, Karlsruhe)

Das Büro Michael Weindel & Junior architekten gbr aus Waldbronn / Karlsruhe (Projektbearbeitung: Verena Burchert / Dominik Fieser) hat für die Gemeinde Waldachtal im Landkreis Freudenstadt ein Kinderhaus realisiert. Zusammen mit Gemeinde und Kinderhaus-Team wurde ein „Haus für Kinder“ geschaffen, das die baulichen Anforderungen funktional und gestalterisch löst, Neugier weckt und Geborgenheit ausstrahlt.

Mit dem zweigeschossigen Neubau des Kinderhauses werden Sporthalle und Schulzentrum mit dem Kinderhaus – umgeben von einem grosszügigen Grünbereich – zu einer signifikanten Gebäudegruppe zusammengeführt. Durch die Zweigeschossigkeit fügt sich der Baukörper harmonisch in das Gelände ein. Durch das Zurücksetzen des Neubaus wird ein grosszügiger Vorplatz mit verkehrsberuhigter Vorfahrt geschaffen. So ergibt sich ein zusätzliches Potential für Spiele und Feste mit direkter Andienung durch den Küchenbereich des Kinderhauses.

Gebäudeorganisation

Der Neubau bietet 160 Kinderbetreuungsplätze. Alle Gruppenräume haben südwestliche Ausrichtung mit Loggien, die ein Spielen im Aussenbereich bei schlechtem Wetter ermöglichen.
Das EG bietet den Kleinkindgruppen eine grosszügige Dachterrasse, die über eine Aussentreppe den Aussenspielbereich erschließt.

Für „Schlechtwettertage“ bietet der zentrale „offene“ Treppenbereich sowie großzügige Flurbereiche mit Aufweitungen und Verengungen abwechslungsreiche (ruhige und laute) Indoor-Spielflächen. Der barrierefreie Zugang erfolgt durch den zentralen Aufzug. Die Ganztagesversorgung wird durch den teilbaren Mehrzweckraum (Bewegungsraum/Essraum) mit Ausgabeküche/Vorbereitung/Anlieferung im Erdgeschoss organisiert.

Bereiche / Flexibilität

Ein Bereich vor der Verwaltung erlaubt den Gedankenaustausch von Eltern / Betreuern. Das „Elterncafé“ blickt auf die Dachterrasse des Krippenbereichs und ergänzt das Foyer um eine attraktive Aufenthalts-/Gesprächszone. Für das Experimentieren, Forschen und für Wasserspiele gibt es pädagogische Sonderräume mit aussenliegendem Werkhof im Gartengeschoss.
Foyer, Mehrzweck- und Essraum können durch mobile Trennwände für größere Veranstaltungen mit direktem Ausgang auf den Vorplatz genutzt werden.

Innenraumgestaltung und Farbkonzept

Spannbetondielen als Deckenkonstruktion bieten stützenfreie, weitläufige Innenräume.
Dank seiner idealen Lage geht das Gebäude „mit der Sonne“. Der wechselnde Lichteinfall durch große Verglasungen erzeugt überall Wohlfühlatmosphäre.
Sonnenschutzverglasungen sind mit innnenliegenden, farbigen Vorhängen kombiniert.

Ausgehend von den bunten Garderobenelementen (wählt aus siebn Farbtönen euren „Lieblingsplatz“) wurden auch die Gruppenräume mit einer Farb-Kombination aus der Palette gestaltet. So können sich die Kinder leicht orientieren. Dieses Gestaltungsprinzip wurde auch auf Kinder-WCs und Flure als farbige Tunnel mit Sitzkojen übertragen. Ein einprägsames Leitsystem, das Piktogramme verzichtbar macht.

Energiekonzept / TGA

Das Gebäude wird über Wärmepumpen beheizt. Hierbei werden die für die Gründung erforderlichen 76 Bohrpfähle zur Energiegewinnung aus dem Erdreich genutzt. Die Wärmeübergabe erfolgt über eine Fussbodenheizung. Die Innenräume arbeiten mit Wärmerückgewinnung und für natürliche Belüftung sorgen Fenster und Oberlichtkuppeln im Erdgeschoss.

 

Text: Verena Burchert
Fotos: Rainer Sturm

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17.11.2014

Veröffentlicht von Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!

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