Mit Holz: „Architecture Winter Talks 2022“ – Vortragsreihe des Fachbereichs Architektur der Hochschule Bochum

Der Fachbereich Architektur der Hochschule Bochum lädt nun zum zweiten Mal wieder in Präsenz zu der internationalen Vortragsreihe „Architecture Winter Talks 2022“ in das Institutsgebäude „Blue Box“. In diesem Semester steht der Holzbau im Fokus.

Planen und Bauen mit Holz als Schwerpunkt

Anknüpfend an die letzten Summer Talks zu nachhaltigen Praktiken widmen sich die aktuellen Winter Talks unterschiedlichen Zugängen zum Planen und Bauen mit Holz. Denn nachhaltiges Bauen beginnt beim Baustoff. Jeder fünfte Neubau in Deutschland wird mittlerweile mit Holz errichtet.

Holz scheint als regenerativer und CO2-bindender Baustoff das Baumaterial der Stunde zu sein – selbst in Regionen, in denen es gar nicht im Überfluss vorhanden ist. Um sein Potenzial zu kennen, müssen wir das Baumaterial in seinen ökologischen, kulturellen und technologischen Zusammenhängen verstehen.

Jeweils Donnerstags, Beginn 18:00 Uhr
Ort: Blue Box Auditorium, Am Hochschulcampus 1, 44801 Bochum

Die Architecture Winter Talks 2022 des Fachbereichs Architektur an der Hochschule Bochum finden in der "Blue Box" statt (Abbildung: Hochschule Bochum / @bank_graphic_design_today)
Die Architecture Winter Talks 2022 des Fachbereichs Architektur an der Hochschule Bochum finden in der „Blue Box“ statt (Abbildung: Hochschule Bochum / @bank_graphic_design_today)

Die Termine der Architecture Winter Talks 2022


10.11.2022
Andreas Krawczyk (NKBAK, Frankfurt): „Holzwege“

NKBAK haben sich in den letzten Jahren insbesondere mit innovativen Schulbauten in Holzmodulbauweise hervorgetan. Für NKBAK hat Architektur die Aufgabe, Räume zu schaffen; Räume in denen gelebt, gelernt, getanzt und gelacht werden kann.

Aber wie entstehen diese Räume? Wie entsteht aus Boden, Wand und Decke Architektur? In einer bizarr komplexen Gemengelage aus Vorschriften, Richtlinien, gesellschaftlichen Anforderungen und Korrektheiten erscheinen lang eingeübte Prozesse immer ungeeigneter. Die Kunst liegt daher nicht nur im fertigen Werk, sondern ebenso im Weg der Herstellung.


17.11.2022
Tom Kaden, Professor für Architektur und Holzbau, TU Graz (KADEN+, Berlin): „Urbaner Holzbau“

Kaden+ versteht den modernen Holzbau in der Stadt als Ausdruck einer gesellschaftlich determinierten Notwendigkeit. In Reaktion auf den dramatischen klimatischen Imperativ und dem daraus folgenden riesigen Veränderungsdruck im Neubaubereich, setzt das Büro den nachwachsenden Baustoff Holz in den Primärkonstruktionen ihrer Wohn-, Bildungs- und Gewerbebauten ein und leistet damit einen Beitrag zur Senkung des Anteils der grauen Energie im Baugewerbe.

Für Kaden+ steht außer Frage, dass der aktuelle Holzbau sowohl ingenieur- als auch fertigungstechnisch allen anstehenden Bauaufgaben gewachsen ist und der konsequente Einsatz des Werkstoffes Holz einen wesentlichen Beitrag zum ressourcenschonenden Bauen liefern kann.


24.11.2022
Jörg Finkbeiner (PARTNER UND PARTNER ARCHITEKTEN, Berlin/Baiersbronn): „Form Follows Resource“

Partner und Partner Architekten betrachten eine Wende im Gebäudesektor in Anbetracht des Klimawandels und einer sich abzeichnenden Ressourcenverknappung als dringend erforderlich. Dafür werden angepasste Strategien im Umgang mit der Art und der Verwendung der zur Verfügung stehenden Baustoffe benötigt. Zirkuläre Bauprinzipien, die Integration von Sekundärbaustoffen und die Verwendung von Holz und anderen nachwachsenden Baustoffen stellen dabei einen unerlässlichen Teil eines ganzheitlichen Planungs- und Bauprozesses dar.


01.12.2022
Sebastian Bildau (C.F. MØLLER ARCHITECTS, Aarhus): „Skandinavische Massivholzstrukturen“

Bei C.F. MØLLER ARCHITECTS befinden sich aktuell zahlreiche großmaßstäbliche Holzbauprojekte in ganz Skandinavien in Planung und Realisierung.

Mit einer Kombination aus dänischem Design und internationaler Holzbauexpertise setzen diese Projekte ganz neue Akzente und ergänzen so die bekannten mitteleuropäischen Projekte aus der DACH-Region.


12.01.2023
Stephan Birk, Professor für Architektur und Holzbau, TU München (BIRK HEILMEYER UND FRENZEL ARCHITEKTEN, Stuttgart): „Kreislaufeffektive Bauwende mit Holz“

Um das 1,5 °C-Ziel des Pariser Abkommens aus dem Jahr 2015 in Reichweite zu halten, bedarf es nach Birk, Heilmeyer und Frenzel Architekten einer disruptiven Veränderung des Bauwesens. Die Umsetzung kann durch eine kreislaufeffektive Bauwende mit Holz gelingen.

Dies bedeutet u.a., dass, wo immer es möglich ist, energieaufwändig hergestellte Bauprodukte durch biobasierte Baustoffe zu substituieren, und Entwurf und Konstruktion von Gebäuden kreislauffähig zu entwickeln sind.


Die Vorträge werden als Fortbildungsveranstaltung der Architektenkammer NRW (Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur) anerkannt.

Die Vortragsreihe wird unterstützt durch den BDA Bochum Hattingen Herne Witten und kuratiert von der Professur Kinzelbach. Weitere Informationen zu der Event-Reihe finden Sie auf der Website des Fachbereichs Architektur.

Interessantes Thema? Teilen Sie diesen Beitrag mit Freunden und Kollegen: