Das neue Headquarter der Hafenbehörde in Antwerpen von Zaha Hadid Architects (Foto: Schüco International KG)

Feuerwache wird Hafenbehörde: Erweiterung, Sanierung und Transformation von Zaha Hadid Architects in Antwerpen

Für die Hafenbehörde von Antwerpen (Belgien) haben Zaha Hadid Architects (ZHA) die denkmalgeschützte ehemalige Feuerwache am Kai vertikal erweitert, saniert und zu einem modernen Bürogebäude umgebaut. (Foto: Schüco International KG)

Der Entwurf von ZHA für eine aufgeständerte Erweiterung des Bestandsgebäudes nimmt Bezug auf einen ursprünglich für das Bestandsgebäude vorgesehenen Turm, der als weithin sichtbares Emblem das hanseatische Gebäude hätte ergänzen sollen.

Vertikal erweitert: Das neue Das neue Headquarter der Hafenbehörde vom gegenüberliegenden Kai aus gesehen (Foto: Schüco International KG)

Was damals nicht zustande kam, kommt nun zur Realisierung in dem Aufbau, der in seiner signalhaften Wirkung sowohl Referenz für die Stadt Antwerpen als „Stadt der Diamanten“ ist, als auch in seiner dem Rumpf eines Schiffes ähnlichen Form den Seehandel am Hafen von Antwerpen symbolisiert.

Ein architektonischer Diamant schwebt über der Hafenkante

Das neue Gebäude scheint über dem alten Gebäude zu schweben, die nüchterne, kantige Solidität des Bestandsgebäudes mit den vier gleichrangigen Fassaden kontrastiert dabei mit der Dynamik der gekrümmten Oberfläche des neuen Gebäudes, welches wie ein organisches Objekt das Prinzip einer einzelnen fließenden Fassade repräsentiert.

Blick in den neu entstandenen Lichthof (Foto: Schüco International KG)
Innenansicht des aufgesetzten Gebäudeteils (Foto: Schüco International KG)

Eine gemeinsam von Architekten, Fassadenplanern und Schüco entwickelte Sonderkonstruktion, bestehend aus dreieckigen Segmenten mit variablen Winkeln in den Kreuzpunkten, ermöglicht die Formung scheinbar reibungsloser Kurven mit flachen Glasplatten und bewirkt den graduellen Übergang von flacher Fassade am Südende des Gebäudes zu einer wellenartigen Fassade im Norden.

Der Wechsel von transparenten und opaken Fassadenelementen führt zu einer Brechung des Gebäudevolumens, dessen transparent erscheinende Oberfläche sich mit der wechselnden Intensität des Tageslichts verändert.

Der „Diamant“ aus Sicht einer Kameradrohne (Foto: Schüco International KG)
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01.10.2017

Veröffentlicht von Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!