Ein "Feinstaubfresser" am Stuttgarter Neckartor (Foto: MANN+HUMMEL)

Ein "Feinstaubfresser" am Stuttgarter Neckartor (Foto: MANN+HUMMEL)

Filter Cubes von MANN+HUMMEL: „Feinstaubfresser“ sollen auch Stickstoffdioxid-Werte senken und Fahrverbote vermeiden

Der Filtrationsspezialist MANN+HUMMEL aus Ludwigsburg (Baden-Württemberg) hat eine Technologie zur Reduzierung von Stickstoffdioxid (NO2) an belasteten Orten entwickelt.

Bereits seit Ende 2018 werden sogenannte „Filter Cubes“ (auch „Feinstaubfresser“ genannt) von MANN+HUMMEL zur Senkung der Feinstaubkonzentration wirkungsvoll am Stuttgarter Neckartor eingesetzt.

Diese Technologie haben die Filterspezialisten nun optimiert und ein neu entwickeltes Kombifiltermedium integriert. Es fängt nicht nur Feinstaub, sondern auch NO2 aus der Luft auf. Die Innovation trägt zum Gesundheitsschutz von Menschen bei und könnte Fahrverbote in Innenstädten überflüssig machen.

Die Filter Cubes sollen nicht nur Feinstaub, sondern auch die Stickstoffdioxid-Konzentration an vielbefahrenen Straßen reduzieren (Foto: MANN+HUMMEL)
Die Filter Cubes sollen nicht nur Feinstaub, sondern auch die Stickstoffdioxid-Konzentration an vielbefahrenen Straßen reduzieren (Foto: MANN+HUMMEL)

Die seit 2018 am Stuttgarter Neckartor installierten Filter Cubes werden bis Sommer 2019 auf die neue Technologie umgerüstet. Bis Ende 2019 kommen die weiterentwickelten Filter auch im Rahmen eines Pilotprojekts in Ludwigsburg, wo auch MANN+HUMMEL seinen Firmensitz hat, zum Einsatz.

Feinstaubfilter am Stuttgarter Neckartor zeigen Wirkung

Im Rahmen eines Pilotprojekts von MANN+HUMMEL – gefördert vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg und unterstützt von der Landeshauptstadt Stuttgart – sind seit Ende letzten Jahres 17 Filtersäulen am Stuttgarter Neckartor installiert. Die Messstelle am Stuttgarter Neckartor hatte bis 2017 wiederholt einen der drei Grenzwerte für Feinstaub (Zahl der Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes) überschritten. Mit dem Pilotprojekt wird erprobt, ob durch den Einsatz der Technologie die Feinstaubbelastung vor Ort reduziert werden kann.

Die ersten Auswertungen des Projekts zeigen einen wesentlichen Beitrag der Filter Cubes von MANN+HUMMEL zur Reduzierung der Feinstaubbelastung. Sie senken die Partikelkonzentration vor Ort um 10 bis 30 Prozent. Das entspricht 40 Prozent aller Feinstaubpartikel, die von vorbeifahrenden Fahrzeugen verursacht werden. Diese entstehen mehrheitlich durch den Bremsvorgang oder Straßenabrieb – nur zu einem geringeren Teil durch Abgase.

Filter Cubes am Neckartor sollen jetzt auch NO2 reduzieren

Bis Mitte dieses Jahres werden Filter Cubes am Stuttgarter Neckartor auf die neue Technologie umgerüstet. Zukünftig ausgestattet mit dem neu entwickelten Kombifiltermedium fangen sie nicht nur Feinstaub, sondern auch Stickstoffdioxid aus der Luft auf. MANN+HUMMEL erwartet so auch für Stickstoffdioxid eine Reduzierung von 10 bis 30 Prozent der lokalen Konzentration. Das entspricht 40 Prozent aller NO2- und Feinstaub-Emissionen, die von vorbeifahrenden Fahrzeugen verursacht werden. An der Messstelle am Stuttgarter Neckartor werden die Grenzwerte für NO2 bisher regelmäßig überschritten.

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11.03.2019

Veröffentlicht von Dipl.-Ing. Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!