Der fischer Baubot bei einer Bohranwendung im Tunnel: teilautonomes Positionieren und Setzen von Bohrpunkten an der Betonwand unter realen Einsatzbedingungen (Foto: fischer BAUBOT)

Baustellenroboter „fischer Baubot“: 3.717 Betonbohrungen im 24-Stunden-Test

Der Baustellenroboter ‚fischer Baubot‘ hat in einem 24-Stunden-Dauertest gezeigt, welche Leistungen teilautonome Systeme im Betonbau inzwischen zuverlässig abrufen können.

Im Testzentrum der Unternehmensgruppe fischer in Traiskirchen (Österreich) im September 2025 bohrte das Gerät 3.717 Löcher in Wand-, Boden- und Deckenanwendungen. Die Erstzertifizierung des Rekord-Ergebnisses erfolgte durch einen offiziellen Schiedsrichter von GUINNESS WORLD RECORDS™.

Baustellen-Robotik im Dauerbetrieb

Der Test war als kontinuierlicher Betrieb mit realitätsnahen Randbedingungen ausgelegt. Die Spezifikation jedes Bohrpunkts – mindestens 10 mm Durchmesser, mindestens 50 mm Tiefe und keine Überlappungen – wurde durchgängig erfüllt.

Der fischer Baubot bei einer Bohranwendung an Betonbauteilen (Foto: fischer BAUBOT)
Der fischer Baubot bei einer Bohranwendung an Betonbauteilen (Foto: fischer BAUBOT)

Die Maschine arbeitete in drei Raumrichtungen, was für robotergestützte Bohrprozesse im Bestand und Rohbau eine typische Belastung darstellt. Geplante Stopps beschränkten sich auf Werkzeug- und Bohrerwechsel; ungeplante Unterbrechungen traten nicht auf.

Der Rekordversuch wurde von unabhängigen Zeug:innen beobachtet und nach den Standards von Guinness World Records ausgewertet. Die Bestätigung des Titels „die meisten Bohrlöcher, die von einem teilautonomen Roboter innerhalb von 24 Stunden gebohrt wurden“ war für das Projektteam ein wichtiger Nachweis für die Praxistauglichkeit des Systems.

„Der Titel ‚Guinness World Records‘ ist eine große Anerkennung für unseren Baubot sowie für die Kompetenz und den Arbeitseinsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Matthias Schneider, Geschäftsführer Digital Services/IT der Unternehmensgruppe fischer

Kontinuierliche, teilautonome Arbeitsabläufe auf der Baustelle

Technisch verdeutlicht der Versuch das Potenzial kontinuierlicher, teilautonomer Arbeitsabläufe für wiederholintensive Tätigkeiten auf der Baustelle.

Die Fähigkeit, über einen kompletten Tageszyklus hinweg reproduzierbare Bohrbilder herzustellen, adressiert Anwendungen in der Befestigungstechnik, bei Installationsvorbereitungen und in vorgeplanten Montageschritten.

Der fischer Baubot bei einer Bohranwendung im Tunnel: teilautonomes Positionieren und Setzen von Bohrpunkten an der Betonwand unter realen Einsatzbedingungen (Foto: fischer BAUBOT)
Der fischer Baubot bei einer Bohranwendung im Tunnel: teilautonomes Positionieren und Setzen von Bohrpunkten an der Betonwand unter realen Einsatzbedingungen (Foto: fischer BAUBOT)

Mit der Stabilität des Leistungsniveaus über 24 Stunden liefert zudem Hinweise auf die Belastbarkeit der Antriebstechnik und die Energie- bzw. Werkzeuglogistik.

„Mit 3.717 verifizierten Bohrlöchern in drei Richtungen – Wand, Boden, Decke – in 24 Stunden hat der Baubot bewiesen, dass teilautonomes Bohren ein neues Niveau an Praxistauglichkeit, Präzision und Betriebszeit erreicht hat.“

Victor Rodionov, Geschäftsführer fischer Baubot GmbH

Für die Unternehmensgruppe fischer ist der Versuch ein Baustein in der Weiterentwicklung automatisierter Bauprozesse.

Der Baubot soll künftig Aufgaben übernehmen, die hohe Wiederholgenauigkeit verlangen oder ergonomisch ungünstige Positionen betreffen. Damit richtet sich das System sowohl an Bauherrschaften als auch an Ausführende, die robotikgestützte Arbeitsweisen in bestehende Abläufe integrieren möchten.

Robotik im Betonbau: fischer BAUBOT bohrt 3.717 Löcher in 24 Stunden

Projektinformationen:

  • Rekordversuch mit dem Bauroboter fischer Baubot im firmeneigenen Testzentrum in Traiskirchen (AT)
  • Offizieller GUINNESS WORLD RECORDS™-Titel „die meisten Bohrlöcher, die von einem teilautonomen Roboter innerhalb von 24 Stunden gebohrt wurden“
  • Aufgabe: 24-Stunden-Dauereinsatz mit Bohren in Beton in Wand-, Boden- und Deckenanwendung.
  • Ergebnis: 3.717 vollständig abgeschlossene Bohrungen in Beton innerhalb von 24 Stunden, alle gemäß Spezifikation.
  • Spezifikationen je Bohrloch: mindestens 10 mm Durchmesser, mindestens 50 mm Tiefe, keine Überlappungspunkte.
  • Zeitraum: zertifizierter Rekordversuch am 10. und 11. September 2025
  • Einsatzprofil: Bohren in Beton in drei Raumrichtungen (Wand, Boden, Decke)
  • Ablauf: 24-Stunden-Dauerbetrieb mit nur kurzen, geplanten Stopps für Werkzeug- und Bohrerwechsel
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