Blick in einen begrünten Innenhof (Visualisierung: blauraum Architekten)

Blick in einen begrünten Innenhof (Visualisierung: blauraum Architekten)

blauraum Architekten planen Erweiterung des Studentenwohnheims Ferdinandeum in Würzburg

Das Architekturbüro blauraum (Hamburg/Berlin) hat den städtebaulichen Ideenwettbewerb mit Realisierungsteil für die Erweiterung eines Studentenwohnheims in Würzburg hat gewonnen. Der Bau der vier- bis fünfgeschossigen Gebäude für rund 110 Studierende soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 beginnen.

Moderne Lernwelten – inspiriert von Klosterarchitektur

Um konzentriertes Lernen und gemeinschaftliches Wohnen zu ermöglichen, lehnt sich der Entwurf von blauraum Architekten an die traditionelle Struktur eines Klosters an. Zwei einhüftige Gebäude mit Kreuzgang und Innenhöfen, die sowohl Raum für Nähe und Austausch als auch ruhige Rückzugsorte bieten.

Ansicht der Wohnheim-Erweiterung von der Straße aus (Visualisierung: blauraum Architekten)
Ansicht der Wohnheim-Erweiterung von der Straße aus (Visualisierung: blauraum Architekten)

Das Wettbewerbsgrundstück liegt zwischen der Innenstadt Würzburgs und dem neuen Universitätsgelände im Hubland. Ziel ist es, das bestehende Studentenwohnheim durch eine Erweiterung nachzuverdichten, ohne es dabei zu beeinträchtigen.

Lageplan des Wettbewerbsgebietes (Grafik: blauraum Architekten)
Lageplan des Wettbewerbsgebietes in Würzburg (Grafik: blauraum Architekten)

Der Entwurf von blauraum sieht hierfür zwei U-förmige Baukörper vor, die sich in das bestehende Umfeld einfügen und eine ausreichende Belichtung des Bestandsbaus sicherstellen. Ein wesentliches Gestaltungselement ist der Kreuzgang, der die neuen Gebäude verbindet und zwei geplante Kräuter- und Gemüsegärten einrahmt. So entsteht ein offener und zugleich geschützter kommunikativer Raum.

Gemeinschaftsräume zum Kochen, Essen und Feiern

Die vier- bis fünfgeschossigen Gebäude beherbergen Wohnplätze für rund 110 Studenten. Sie verfügen über bodentiefe Fenster, die für viel Licht im Innern sorgen. Zum Schutz gegen den Straßenlärm sind Belüftungsflügel in den Fenstern vorgesehen. Neben den individuellen Wohneinheiten – dem „Dormitorium“ – bieten die Gemeinschaftsräume viel Fläche zum gemeinsamen Leben. Der „Kapitelsaal“ ist doppelgeschossig gestaltet und somit für alle Aktivitäten geeignet. Das „Refektorium“ lädt vor allem zum gemeinsamen Kochen und Speisen ein.

Ein Innenhof im Winter (Visualisierung: blauraum Architekten)
Ein Innenhof im Winter (Visualisierung: blauraum Architekten)
Blick in einen begrünten Innenhof (Visualisierung: blauraum Architekten)
Blick in einen begrünten Innenhof (Visualisierung: blauraum Architekten)

Die Fassadengestaltung und die innere Struktur der Baukörper basieren auf einem klaren, weitgehend einheitlichen Raster. Dies senkt die Baukosten und erleichtert es, preiswerten neuen Wohnraum für Studenten zu schaffen. Zugleich unterstreicht die Reduktion aufs Wesentliche das Ziel, Ruhe und Konzentration zu ermöglichen.

Die offen gestalteten Gemeinschaftsräume und attraktiven Grün- und Freiflächen schaffen eine einladende Atmosphäre. Ein großzügiger, vielfältig gestalteter Innenhof verbindet die Neubauten mit den Bestandsgebäuden, so dass eine harmonische Gesamtanlage entsteht. Schützenswerte Bäume bleiben dabei erhalten und sind in das freiraumplanerische Konzept von Adler & Olesch Landschaftsarchitekten integriert.

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04.06.2019

Veröffentlicht von Dipl.-Ing. Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!

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