Ector Hoogstad Architecten: Fahrradparkhaus am Bahnhof, Utrecht/Niederlande, 2017 (© Foto: Ector Hoogstad Architecten – Petra Appelhof)

Ector Hoogstad Architecten: Fahrradparkhaus am Bahnhof, Utrecht/Niederlande, 2017 (© Foto: Ector Hoogstad Architecten – Petra Appelhof)

FAHR RAD! Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum

Die Ausstellung „FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt“ im Deutschen Architekturmuseum (Frankfurt am Main) veranschaulicht anhand stadt- und landschaftsplanerischer Projekte weltweit, wie fahrradgerechte Infrastrukturen aussehen müssen, die in Zukunft noch mehr Menschen auf das Rad locken und Städte lebenswerter machen. Bis 02. September 2018 (© Foto: Ector Hoogstad Architecten – Petra Appelhof)

Verbindung von Verkehrsplanung mit Stadtplanung und Landschaftsplanung

Um die Lebensqualität zu erhalten und weiter zu verbessern, braucht es in einer zunehmend dicht bebauten und intensiv genutzten Stadt mehr Raum auf Straßen und Plätzen, mehr Grün- und Freiflächen. Die Verkehrsplanung ist dabei immer mit der Stadt- und Landschaftsplanung verbunden, und alle Beteiligten bedingen sich wechselseitig. In den aktuellen Diskussionen werden die Planungen noch meist separiert und nur in den unmittelbar geforderten Disziplinen entworfen und umgesetzt. Architektonische und städtebauliche Fragestellungen werden oft nicht hinreichend eingebunden.

Monk Mackenzie Architects: Lightpath – Te Ara I Whiti, Auckland/Neuseeland, 2016 (© Foto: Monk Mackenzie Architects)
Monk Mackenzie Architects: Lightpath – Te Ara I Whiti, Auckland/Neuseeland, 2016 (© Foto: Monk Mackenzie Architects)

Das DAM möchte mit FAHR RAD! eine integrierende Debatte mit den Verantwortlichen anstoßen und die verschiedenen Disziplinen zum Austausch und zur Zusammenarbeit anregen. Auch die breite Öffentlichkeit soll eingebunden werden. Nicht zuletzt wird die unabdingbar notwendige gestalterische Kompetenz in dieser Frage thematisiert. Der öffentliche Raum und damit der Straßenraum soll zur Nutzung für Alle neu geordnet und seine Flächen so verteilt werden, dass eine sichere, bequeme und ausgewogene Mobilität für alle Menschen, die unterwegs sind, möglich wird. Dies sollte im Einklang entstehen mit Grünräumen und einer Architektur, die sich zu städtebaulichen Ensembles zusammenfügt.

Die Ausstellung dokumentiert, wie eine Stadtentwicklung aussehen kann, die in Zukunft noch mehr Menschen auf das Rad lockt – und wirbt mit Projekten aus aller Welt für diese sanfte Rückeroberung der Stadt. Und sie zeigt, wie der Weg zu einer nachhaltigen und sozialen Stadt auch über die Planung für eine fahrrad-gerechte Stadt führen kann.

Nørreport Station, Kopenhagen/Dänemark, 2015 (© Foto: Lars Rolfsted Mortensen)
Nørreport Station, Kopenhagen/Dänemark, 2015 (© Foto: Lars Rolfsted Mortensen)

Von NYC bis ins Ruhrgebiet: Schwerpunktstädte und internationalen Einzelprojekte

Die Ausstellung präsentiert die acht Städte und Regionen Kopenhagen, New York, Karlsruhe, Oslo, Portland, Barcelona, das Ruhrgebiet und Groningen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer geografischen Lage, ihres Klimas, ihrer Fläche, ihrer Bevölkerungszahl und ihrem derzeitigen Stand als „Fahrradstadt“. Sie alle eint, dass es nicht nur darum geht eine fahrradgerechte Stadt zu werden, sondern sozialer, grüner und lebenswerter – um damit für zukünftige Entwicklungen gerüstet zu sein. Sie alle setzen bei ihren Bemühungen unterschiedliche Schwerpunkte und vermitteln wertvolle Erfahrungen. Darüber hinaus weisen 26 internationale Projekte den Umgang mit speziellen Bauaufgaben.

Herausforderungen im städtischen Raum

Angesichts der zunehmenden Verdichtung der städtischen Ballungsräume muss eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen werden, um die bestehende Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern. Beispielhaft gehören dazu ein integrierter Ausbau der Fahrradinfrastruktur, eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV), eine Erweiterung des urbanen Grüns und für das Zusammenleben der Menschen gut gestaltete öffentliche Freiräume.

Sykkelhotell, Lillestrøm/Norwegen, 2016 (© Foto: Ibrahim Elhayawan)
Sykkelhotell, Lillestrøm/Norwegen, 2016 (© Foto: Ibrahim Elhayawan)

Adresse, Termine und Öffnungszeiten

21. April – 2. September 2018
im Deutschen Architekturmuseum (DAM)
Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main

Führungen: immer samstags und sonntags, jeweils 14 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag bis Sonntag von 11 — 18 Uhr, Mittwoch von 11 — 20 Uhr, Montag geschlossen

Weitere Informationen auf dam-online.de

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25.04.2018

Veröffentlicht von Dipl.-Ing. Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!

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