Blick in die restaurierte Halle des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerks (RAW) in Potsdam; Visualisierung, © Trockland

Blick in die restaurierte Halle des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerks (RAW) in Potsdam; Visualisierung, © Trockland

J. Mayer. H. und Partner, Architekten gewinnen Auswahlverfahren für das Potsdamer RAW-Gelände

Gemeinsam mit den Investoren und Architekten stellte Oberbürgermeister Jann Jakobs am 30. Mai 2018 die Pläne zur Restaurierung der „RAW-Halle“ plus Neubauten am Hauptbahnhof Potsdam vor.

Sanierung und Bau eines Innovationscampus geplant

Nachdem im Dezember 2017 der Berliner Projektentwickler Trockland mit weiteren Investoren das ehemalige RAW-Gelände in der Friedrich-Engels-Straße nahe dem Hauptbahnhof erworben hat, wurde nach kurzer Planungsphase innerhalb von vier Wochen ein Architekturbüro gefunden. Im Rahmen eines Auswahlverfahrens mit zwölf Architekturbüros haben die Berliner Architekten um J. Mayer. H. die Bauherren mit ihren Entwürfen überzeugt.

Für das rund 12.800 m² große Grundstück wurde ein Konzept mit flexiblen Büros und großzügigen Gemeinschaftsflächen erarbeitet. Dabei bilden die denkmalgeschützte Halle sowie zwei prägnante Neubauten als rechtwinkliges Dreieck eine Einheit. Durch die Anordnung der Halle und den neuen, zweigeteilten Gebäuderiegel entsteht im Zentrum des Komplexes ein öffentlicher Platz. Er dient zum einen als Eingang und wirkt zum anderen wie ein Marktplatz, der zum Verweilen und Treffen einlädt. Das markante Stahlfachwerk mit Oberlichtverglasung der alten Halle wird zum Symbol des Ensembles und auf die Neubauten als langgestreckte Zickzack-Linie übertragen.

Aussenansicht des zukünftigen RAW-Geländes in Potsdam (Visualisierung, © J. Mayer H. und Partner, Architekten, Berlin)
Aussenansicht des zukünftigen RAW-Geländes in Potsdam (Visualisierung, © J. Mayer H. und Partner, Architekten, Berlin)
Blick in die restaurierte Halle des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerks (RAW) in Potsdam; Visualisierung, © Trockland
Blick in die restaurierte Halle des ehemaligen Reichsbahn-Ausbesserungswerks (RAW) in Potsdam; Visualisierung, © Trockland

„Unser Konzept denkt die Zeitschichten weiter. Denn der neue Innovationscampus wird das Zukunftsbild Potsdams mitprägen. Wir wollen ein offenes Zentrum schaffen, welches durch vorausschauend geplante Arbeitsplätze, die Synergien und Innovationen fördern, eine gute Infrastruktur sowie durch einen attraktiven öffentlichen Raum besticht“, kommentierte Architekt Jürgen Mayer H. die Leitidee des Konzeptes. Spuren der Nutzung in der alten Bausubstanz sollen, wo möglich, erhalten bleiben. Die Backsteinfassade der 1912 erbauten Halle wird durch die Sanierung herausgestellt und so als Baudenkmal klar erkennbar sein.

Neubauten als „Innovation Labs“

Der kleinere Neubau wird ein Boardinghaus beherbergen, um sowohl Mietern als auch deren Geschäftspartnern eine Unterkunft in unmittelbarer Nähe zu ermöglichen. Im größeren Neubau, dem Innovation Lab, werden vor allem Büros und Labore für Start-ups untergebracht sein. Ein zweites Auditorium im Erdgeschoss ist für die Nutzung wissenschaftlicher Einrichtungen vorgesehen, die bereits Interesse signalisiert haben. Eine weitere Vernetzung innerhalb Brandenburgs und bundesweit mit weiteren Digitalhub-Standorten läuft parallel zur Planung des zukünftigen Digital-Hubs.

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04.06.2018

Veröffentlicht von Dipl.-Ing. Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!

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