Katja Domschky ist erste Präsidentin der Architektenkammer NRW
Ein „Signal des Aufbruchs“ für die Bauwende und mehr Diversität in der Berufspolitik: Die 55-jährige Düsseldorfer Architektin Katja Domschky wurde zur neuen Präsidentin der AKNW gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Ernst Uhing an. Der 70-Jährige hatte die Kammer zuvor über zwölf Jahre lang geprägt und sein Amt nun feierlich übergeben.
Ein rein weibliches Präsidium für die AKNW
Am 21. März 2026 hat das nordrhein-westfälische Architektenparlament in Münster im Rahmen der XIII. Vertreterversammlung ein rein weibliches Präsidium gewählt: Vizepräsidentinnen wurden die Architektinnen Friederike Proff (Düsseldorf), Dagmar Grote (Ahaus) und Gesche Arns-Büsker (Aachen).

Für Katja Domschky ist das berufspolitische Engagement eng mit der Stärkung von Frauen in der Architektur verknüpft: Sie engagiert sich stark in der Architektinnen Initiative NW (AI NW) und setzt sich intensiv für das 2023 gestartete Mentoringprogramm planM ein, das gezielt den weiblichen Nachwuchs in der Architekturbranche fördert.
Fokus auf Bauwende und gesellschaftliche Transformation
Dass die neue Spitze nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten will, machte Domschky in ihrer Antrittsrede deutlich. Die Architektenschaft stehe gegenwärtig vor gewaltigen Herausforderungen.
Die neue Präsidentin betonte, dass Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen entscheidende Beiträge zur gesellschaftlichen Transformation und zur notwendigen Bauwende leisten können.
Eine Spezialistin für Architekturkommunikation an der Spitze einer der größten Architektenkammern
Neben ihrer architektonischen Expertise bringt Domschky auch weitreichende strategische Erfahrung und ihre Expertise in Sachen „Architekturkommunikation“ in ihr neues Amt ein: Seit 2004 führt sie die Düsseldorfer Agentur ACUBE, die auf Kommunikation, Marketing und Strategie spezialisiert ist. Zudem ist sie als Dozentin und Fachautorin in der Branche bekannt.

