Biodiversität umfasst die Vielfalt aller lebenden Organismen, Lebensräume und Ökosysteme auf der Erde. Sie ist ein zentrales Element für die Stabilität unserer Umwelt und gewinnt in der Architektur und im Bauwesen zunehmend an Bedeutung.

Definition und Ebenen der Biodiversität

Biodiversität bezeichnet die biologische Vielfalt auf drei Ebenen: die Artenvielfalt (verschiedene Tier-, Pflanzen- und Mikroorganismenarten), die genetische Vielfalt innerhalb einer Art (z.B. unterschiedliche Apfelsorten) und die Vielfalt der Ökosysteme (verschiedene Lebensräume wie Wälder, Flüsse oder Wiesen). Diese komplexen Systeme sind miteinander verbunden und bilden die Grundlage für lebenswichtige Ökosystemleistungen wie Bestäubung, Wasser- und Luftreinigung sowie Klimaregulierung.

Bedeutung für Architektur und Bauwesen

Die Bau- und Immobilienbranche beeinflusst die Biodiversität maßgeblich – einerseits durch Flächenverbrauch, Rohstoffabbau und Emissionen, andererseits durch die Möglichkeit, neue Lebensräume zu schaffen. Biodiversitätsfördernde Maßnahmen in Planung, Bau und Betrieb von Gebäuden können wesentlich zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen. Dazu gehören Gebäudebegrünungen, artenschutzgerechte Beleuchtung, Schaffung von Biotopen und die Verwendung umweltverträglicher Baumaterialien.

Die EU-Biodiversitätsstrategie 2030 und Zertifizierungssysteme wie das der DGNB bieten konkrete Kriterien zur Förderung der Biodiversität im Bauwesen. Durch eine integrale Planung und frühzeitige Einbindung von Biodiversitätskonzepten können Gebäude und Quartiere entstehen, die nicht nur ökologisch wertvoll sind, sondern auch das Wohlbefinden der Nutzer:innen steigern und zur Klimaresilienz beitragen.

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