Bitumen ist ein schwarzes, zähflüssiges bis festes Material, das hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffverbindungen besteht und durch Vakuumdestillation aus Erdöl gewonnen wird. Es zeichnet sich durch seine wasserabweisenden und klebenden Eigenschaften aus, die es zu einem wertvollen Baustoff in der Architektur und im Bauwesen machen.

Herstellung und Gewinnung

Obwohl Bitumen auch natürlich vorkommt, wird es heute hauptsächlich industriell aus Erdöl gewonnen. Bei der Vakuumdestillation werden spezielle, meist hochschweflige Rohöle verwendet. Die Bitumenqualität wird durch verschiedene Verfahren wie das Blasverfahren (für Oxidationsbitumen) oder die Polymermodifikation (für PmB) beeinflusst. In Deutschland wurden 2017 etwa 4,3 Millionen Tonnen Bitumen hergestellt, wovon etwa die Hälfte exportiert wurde.

Anwendungen im Bauwesen

Im Hochbau wird es für Abdichtungen gegen Feuchtigkeit eingesetzt, etwa als Bitumen-Schweißbahnen für Dachabdichtungen oder als Bitumendickbeschichtung für Kellerabdichtungen. Weitere Anwendungsgebiete sind der Wasserbau zum Küstenschutz, die Schalldämmung in Gebäuden und Fahrzeugen sowie die Elektroindustrie als Isoliermaterial.

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