Wohnungsbauprojekt „Hansaterrassen“ von blauraum Architekten mit dem BDA Preis Hamburg 2016 ausgezeichnet

Das Quartier Hansaterrassen in Hamburg-Hamm wurde mit dem BDA Preis Hamburg ausgezeichnet. Es ist eines der ersten Wohnungsbauprojekte für das 2014 gestartete Stadtentwicklungskonzept im Hamburger Osten, das eine bessere Vernetzung und Durchmischung von Wohnen, Arbeiten und Erholung vorsieht. (Fotos: Werner Huthmacher)

Das Quartier orientiert sich bewusst an den städtebaulichen Gegebenheiten: So wird die typische hamburgische Kanalkantenbebauung aufgenommen, um ein einheitliches Gesamtensemble im Zusammenspiel mit der angrenzenden, historischen Hansaburg zu formulieren.

blauraum Architekten: Hansaterrassen (Foto: Werner Huthmacher)
blauraum Architekten: Hansaterrassen (Foto: Werner Huthmacher)

Verschobene Positionierung und öffentliche Wegebeziehungen

Durch die Einzelgebäudeausbildung und deren zueinander verschobene Positionierung erhalten alle neuen Bewohner einen freien Wasserblick aus der Wohnung und vom Balkon aus. Die einzelnen Gebäudehöhen sind im städtebaulichen Zusammenspiel so entwickelt, dass gemeinsame terrassierte Freiräume entstehen, die das Quartier zwischen Stadtteil und umrandenden Kanal vernetzen.

Im neuen Quartierszentrum befindet sich im Mittelpunkt der Wohnbebauung ein großzügiger Platz mit Spielflächen. Zur Uferzone in Richtung Rückerskanal zieht sich die Bebauung bewusst von der Uferzone zurück – so werden öffentliche Wegebeziehungen geschaffen.

Die Fassade ist in horizontale Bänder gegliedert. Die Brüstungsbänder sind aus einem weißen, leicht abgetönten Putz gestaltet. Um eine Tiefe in der Fassade zu erzeugen, wurden in den Fensterbereichen Mosaikfliesen aus weißer Glaskeramik verwendet. Durch die changierenden kleinformatigen Fliesen entsteht ein Lichtspiel.

Gelungenes Gesamtensemble durch gekonntes Einbeziehen der Wasserlage

„Die Hansaterrassen bestechen unter gekonntem Einbezug der Wasserlage durch die Fügung der einzelnen Wohnhäuser zu einem überaus gelungenen Gesamtensemble. Die Einzelbaukörper sind leicht gegeneinander verschoben und bilden unterschiedliche Höhen aus. Terrassen und Loggien tänzeln spielerisch um die Gebäude. […] Die Außenanlagen bewegen sich spielerisch zwischen den Häusern und scheinbar fließend auf den Kanal zu und treppen sich zum Wasser hin ab. Dort befindet sich eine großzügige Spielwiese an der Uferzone. […] Mit den Hansaterrassen ist den Architekten eine Wohnbebauung gelungen, die mit hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität überzeugt.“, schreibt die Jury in ihrer Bewertung.

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