Entwurf von CAMA A (Foto: minimum / Friedemann Thomas)

Mikrowohnen auf 27 qm: Berliner Architekten entwickeln platzsparende Wohnformen

Sinkende Pro-Kopf-Wohnfläche, steigender Quadratmeterpreis – welche Auswirkungen hat dieser Veränderungsprozess auf das urbane Wohnen? Auf Initiative des Berliner Einrichtungsplaners minimum entwickelten 14 Architekturbüros Entwürfe für platzsparende Wohnformen.

Mikrowohnen auf 27 qm – reduziert auf die Kernfunktionen

Reduziert sich Wohnen zukünftig auf Kernfunktionen, die als kleinräumige Zellen in eine komplexe Netzwerkstruktur aus „Dritten Orten“ wie Co-Working-Spaces, Community-Lounges oder Urban-Gardening-Projekte eingebettet sind? Die Ausstellung „Mikrowohnen auf 27 qm“ ist das Ergebnis eines geladenen Wettbewerbs: minimum lud 14 Berliner Architekturbüros ein, Ideen zum Wohnen auf minimaler Fläche zu entwickeln – ein Trend, der auch in Berlin vor dem Hintergrund wachsender Bevölkerungszahlen und -dichte an Relevanz gewinnt. Wettbewerb und Ausstellung sind als dialogorientiertes Format gedacht, das einen Beitrag zum Diskurs über die Zukunft des innerstädtischen Wohnens leistet.

Die minimum-Ausstellung stellt nun die Frage zur Disposition, ob das Wohnen auf kleinstem Raum einerseits mehr Wohnraum in den Innenstädten schaffen kann und andererseits ein sinnvolles Modell ist, das die kommunikative Vernetzung ihrer Bewohner belebt.

Dazu gilt es an erster Stelle zu klären, mit welchen Innenraum- und Möblierungskonzepten das Mikrowohnen neue Qualitäten und Komfort bieten kann. Die in der Ausstellung präsentierten 14 Entwürfe und Modelle im Maßstab 1:20 eröffnen eine Bandbreite von modularen, multifunktionalen und wandelbaren Innenraumkonzepten, die vielfältige Perspektiven zum Thema Mikrowohnen aufzeigen.

Teilnehmende Architekten

  • ALAS, Alarcon Linde Architects 
mit Andree Weissert
  • bfs d flachsbarth schultz
  • CAMA A
  • 
deWinder Architekten
  • 
ioo Elwardt & Lattermann Architekten
  • 
GNÄDINGER Architekten
  • Heim Balp Klein Architekten
  • 
Hülle & Fülle
  • ludloff + ludloff Architekten
  • 
Multiplan Bauplanungs GmbH
  • Scheidt Kasprusch Architekten
  • 
SEHW Architektur
  • Sinestezia
  • 
wiewiorra hopp schwark architekten

Eine Fachjury aus Architekten, Projektentwicklern und Designern bewertet die präsentierten Entwürfe. Aus den Favoriten soll anschließend ein Entwurf ausgewählt und im Rahmen der Berliner Designmeile im Herbst 2016 im Maßstab 1:1 ausgestellt werden.

Terminübersicht

Ausstellung „Mikrowohnen auf 27 qm“
09.06. – 18.06.2016
Im Foyer des stilwerk Berlin
Kantstraße 17, 10623 Berlin

Ende Juni bis Anfang Oktober 2016
Umsetzung der beiden Favoriten im Maßstab 1:1 für die Designmeile 2016.
Motto der Designmeile 2016: Reduktion.

06. Oktober 2016 um 19.00 Uhr
Ausstellungseröffnung MIKROWOHNEN mit den beiden 1:1 Modellen in der Stilwerk Mall anlässlich der „Designmeile 2016“.
Ausstellungsdauer: 4 Wochen

November 2016 bis November 2017
Umsetzung des ausgewählten Entwurfs im Projekt Frizz20 (minimum hat hierzu ein Musterapartment mit 27m² Nutzfläche erworben)

 

Abbildung: Entwurf von CAMA A (Foto: minimum / Friedemann Thomas)

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16.06.2016

Veröffentlicht von Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!

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