Mosa Fliesen: Projekt Limes, Valkenburg

Mosa-Keramik: Nachhaltige Fassaden aus Erde, Wasser, Feuer und Luft

Fassaden aus feinkeramischen Platten vereinen natürliche Ästhetik und Funktion, sie geben Raum für individuelles Design und verleihen Stadtbildern einen unverwechselbaren Charakter. Sind sie dazu Cradle-to-cradle-zertifiziert wie bei Mosa Facades, unterstützen sie umweltgerechte Architektur und nachhaltiges Bauen.

Foto: Projekt Limes mit Fliesen aus der Terra Tones-Kollektion von Mosa
Terra Tones 206V (mittelgrau) wurde hier aufgrund seiner hellen, vielseitigen Farbabstufungen ausgewählt und in einem von STOL architecten speziell entworfenen Muster in drei Größen (90 × 90 cm, 90 × 60 cm und 90 × 30 cm) angebracht.

Das niederländische Unternehmen bietet ein vielgestaltiges Sortiment an hochwertigen Feinsteinzeugfliesen, die für verschiedene Fassadensysteme geeignet sind. Sie kommen sowohl im Neubau als auch bei der Sanierung zum Einsatz.

Beständig und leicht: zeitgemäßes Bauen und Sanieren

Feinsteinzeug von Mosa – nicht glasiert und bei großformatigen Fliesen rektifiziert – ist ein Material aus nachhaltig gewonnenen Rohstoffen, das wie für energieeffiziente Gebäudehüllen geschaffen ist: Die keramische Fassade schützt Wärmedämmung und Substanz dauerhaft, ist blendfrei und nicht brennbar, trägt zu einem guten Raumklima bei und verbindet natürliche Optik mit hoher Beständigkeit. Ob Regen, Hagel, Sonne oder Frost – Mosa Fassadenplatten sind hoch witterungs- und UV-beständig. Dadurch bleibt das Fassadenbild dauerhaft nahezu unverändert erhalten. Auch gegenüber chemischen Einflüssen, ob organisch oder anorganisch, erweist sich die hochwertige und farbechte Keramik als robust. Die technische Lebensdauer beläuft sich laut einer externen Lebenszyklusanalyse auf mehrere hundert Jahre.

Bei richtiger Planung und Bauausführung verfügen keramische Fassaden über eine Elastizität/Druck- und Biegefestigkeit, die sie Windlasten, Erschütterungen und thermische Ausgleichsbewegungen des Baukörpers mühelos aufnehmen lässt. Aufgrund dieser Eigenschaften, vor allem aber auch wegen der hohen Kratzfestigkeit, sind die Fliesen ebenso hervorragend für den Sockelbereich von Gebäuden geeignet – wo sie aufgrund der geringen Aufnahmefähigkeit für Flüssigkeit auch mit Graffiti oder anderen Unbilden gut zurechtkommen. Reinigungsfähigkeit und Graffitibeständigkeit der Fassadenfliesen von Mosa sind TÜV-geprüft. Der Pflege- und Instandhaltungsaufwand ist somit niedrig. Bei entsprechenden Aufbauten ist auch eine hohe Stoßfestigkeit gegeben.

Mit keramischen Fassadensystemen lassen sich geringe Flächengewichte von etwa 15 bis 30 kg/m² erzielen, wodurch sie auch für den ressourcenschonenden Leichtbau interessant sind. Für Neubau und Sanierung gleichermaßen von Bedeutung ist die Vielseitigkeit, mit der sich Keramik mit anderen Fassadenbaustoffen harmonisch zu einem stimmigen Gesamtbild fügt.

Gestaltung

Feinsteinzeug bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten der architektonischen Fassadengestaltung. Mit verschiedenen Texturen, Strukturen, Farben, Formen und Formaten lassen sich homogene wie abwechslungsreiche keramische Flächen- und Fugenbilder umsetzen. Dabei können auch rhythmische Muster oder Licht- und Schatteneffekte kreiert werden. Für die Gesamtwirkung der Fassade spielen zudem Eckausbildungen und Anschlüsse wie etwa an das Dach oder die Fenster eine wichtige Rolle. Für solche Details gibt es bei einigen Systemen von Mosa Facades spezielle Elemente, die nicht nur die Planung und Montage vereinfachen, sondern auch erheblich zu einem optisch perfekten Ergebnis beitragen.

Systeme für Neubau und Sanierung

Mosa Facades richtet sich an Architekten, Planer und Designer, die große Fassadenflächen im Objekt- und Wohnungsbau gestalten und dabei hohe Anforderungen an Funktionalität und Wirtschaftlichkeit stellen. Sowohl für den Neubau als auch die Renovierung und thermische Sanierung von Gebäuden hat das Unternehmen dafür konstruktive Lösungen, die bauphysikalisch sichere Fassadensysteme darstellen. Mosa folgt darüber hinaus in der Herstellung von Fliesen nachhaltigen Grundsätzen und hat auch eine Cradle-to-Cradle-zertifizierte Systemfassade (Kategorie Silver) entwickelt.

Verdeckte und unsichtbare Anbringung mit Hinterlüftung

Bei hinterlüfteten Keramikfassaden können die Platten verdeckt befestigt werden, indem sie ab Werk oder auf der Baustelle hinterschnitten und zur Montage in Aluminiumprofilen so verankert werden, dass zwischen Dämmung und Außenhülle ein Spalt bleibt. Die Fugen zwischen den Platten liegen offen. Sie können Druckunterschiede zwischen Vorder- und Rückseite ausgleichen und rufen zusammen mit den gewählten Fliesenformaten ein interessantes Linienspiel hervor. Dieses kann akzentuiert werden durch sichtbare, auf Wunsch farblich passend gestaltete Befestigungsklammern. Beide Verfahren ermöglichen ein absolut planes Flächenbild, da die Unterkonstruktion Toleranzen ausgleicht und Mosa-Fliesen eben und maßhaltig sind. Das Mosa-System mit Klammerbefestigung ist in Deutschland bauaufsichtlich nicht zugelassen, Mosa hat jedoch bereits einen entsprechenden Antrag beim DIBT gestellt.

Mosa und Cradle-to-cradle

Mosa ist es als erstem Keramikfliesenhersteller gelungen, für die gesamte Fliesenkollektion sowie für ein hinterlüftetes Fassadensystem das Zertifikat Cradle-to-cradle Silver zu erlangen. Kontinuierlich werden Produktion und andere Unternehmensprozesse im Sinne der Nachhaltigkeit optimiert. So wurde Mosa ebenfalls nach DIN 14001 zertifiziert und erhielt einen Eintrag in die niederländische Umweltdatenbank. Auf diese Weise tragen Fassadenfliesen von Mosa dazu bei, dass Gebäude Nachhaltigkeitssiegel wie LEED oder BREEAM erhalten.

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15.09.2015

Veröffentlicht von Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!