Neue Nationalgalerie, SMB / Simon Vogel (Werke von Ernst Ludwig Kirchner in der Ausstellung „Moderne Zeiten“)

Ideenwettbewerb in Berlin: Das Museum des 20. Jahrhunderts

Auf dem Gelände des Berliner Kulturforums soll das „Museum des 20. Jahrhunderts“ entstehen. Dazu lobte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen internationalen Ideenwettbewerb aus.

Ein Auszug aus den Wettbewerbsunterlagen: „Im Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) soll ein Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts von internationaler Ausstrahlung geschaffen werden. In dem neu entstehenden Museumskomplex Neue Nationalgalerie – Museum des 20. Jahrhunderts kann erstmals seit Jahrzehnten die bisher nur ausschnittweise der Öffentlichkeit gezeigte Sammlung der Nationalgalerie angemessen präsentiert werden.

Neue Räume für Kunstschätze aus den Archiven

Die international bedeutenden Bestände der Nationalgalerie zur Kunst des 20. Jahrhunderts, die Sammlungen Marx und Pietzsch, das Archiv Marzona sowie Werke aus dem Kupferstichkabinett werden erstmals dauerhaft und gemeinsam ausgestellt. Die Präsentation der Bestände wird künftig das Sockelgeschoss der Neuen Nationalgalerie und – vor allem – die Aus- stellungsräume des Neubaus umfassen.

Eine Einheit mit der Neuen Nationalgalerie

Der Neubau wird so zusammen mit der Neuen Nationalgalerie inhaltlich und funktional eine fest umschriebene Einheit darstellen. Die Gebäude sollen unterirdisch miteinander verbunden werden. Beide Häuser – die Neue Nationalgalerie und der Neubau – sind dabei gleichzeitig als autarke Architekturen zu begreifen, mit eigenen Eingängen, eigenen Funktionsbereichen (Ausstellungsräume, Verwaltung, Foyer, Besucherservice usw.) und einer jeweils eigenen Identität.

Zielvorgabe für den Neubau ist eine Nutzfläche von ca. 14.700 m2 (NF 1-6), von denen ca. 9.200 m2 als Ausstellungsflächen genutzt wer- den können. Das Baufeld an der Potsdamer Straße hat eine bebaubare Fläche von ca. 10.200 m2. Es wird konzeptabhängig von einer Brutto-Grundfläche von ca. 27.700 m2 ausgegangen, die lichten Raumhöhen im Ausstellungsbereich sollen bis zu 9 m betragen.

Der Standort des neuen Museums auf dem Kulturforum, in unmittelbarer Nachbarschaft zu zwei der bedeutendsten deutschen Architekturikonen des 20. Jahrhunderts (Neue Nationalgalerie, Ludwig Mies van der Rohe, 1968, und Philharmonie, Hans Scharoun, 1963) sowie im Umfeld weiterer Baudenkmale (St.-Matthäus-Kirche, Staatsbibliothek), erfordert eine besonders sorgfältige städtebauliche und architektonische Herangehensweise.“

Weitere Informationen: wbw-m20.de

 

Foto: Neue Nationalgalerie, SMB / Simon Vogel (Werke von Ernst Ludwig Kirchner in der Ausstellung „Moderne Zeiten“)

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06.09.2015

Veröffentlicht von Eric Sturm. Haben Sie auch eine interessante Meldung für architekturmeldungen.de? Kontaktieren Sie mich über das Kontaktformular, per E-Mail, via Facebook, Twitter, Google+ oder XING!

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