Ein Haus am See in der Uckermark von Thomas Kröger Architekten (Berlin)

Zwei Projekte des Berliner Architekturbüros von Thomas Kröger kamen 2018 unter die 50 ausgewählten „Häuser des Jahres“. Eines davon, einen Pavillon am See in der Uckermark, stellen wir hier vor.

Zum achten Mal lobte der Callwey-Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum und den Partnern InformationsZentrum Beton, Hofquartier, dem Verband Privater Bauherren e.V. sowie dem Magazin Baumeister den Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ aus.

Die Jury erkor im Februar 2018 aus 180 Einreichungen 50 Projekte und benannte aus diesen einen Preisträger, eine Auszeichnung und sechs Anerkennungen.

"Häuser des Jahres 2018" (Callwey-Verlag)
„Häuser des Jahres 2018“ (Callwey-Verlag)

Nachhaltigkeit, innovativer Materialeinsatz, kreativer Umgang mit der baulichen Situation und auf konsequente Ausführung waren Kriterien für die Bewertung der Häuser.

Das Buch zum Wettbewerb (siehe Cover-Abbildung oben) präsentiert diese 50 besten Häuser – mit vielen Fotos, Lage- und Architektenplänen sowie Projektbeschreibungen von Katharina Matzig, Architekturjournalistin. Max Scharnigg, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, verfasste die Einleitung.

Pavillon Pinnow, Uckermark von Thomas Kröger Architekten (Foto: T. Heimann)
Pavillon Pinnow, Uckermark von Thomas Kröger Architekten (Foto: T. Heimann)

Zwei Häuser von Thomas Kröger Architekten (Berlin)

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis gewann Thomas Kröger Architekten für das Projekt Haus am Deich in Ostfriesland. Das Planungsbüro aus Berlin war auch mit einem zweiten Projekt, einem Haus in der Uckermark (siehe Fotos) am Wettbewerb beteiligt. Der ungewöhnliche Bau zwischen Kirschbäumen, den wir auf dieser Seite vorstellen möchten, schaffte es ebenfalls in die 50 ausgewählten Projekte.

Ausblick (Foto: T. Heimann)
Ausblick (Foto: T. Heimann)
Pavillon Pinnow von Thomas Kröger Architekten, vom See aus gesehen (Foto: T. Heimann)
Pavillon Pinnow von Thomas Kröger Architekten, vom See aus gesehen (Foto: T. Heimann)

Aus der Projektbeschreibung von Katharina Matzig:

„Wie eine Miniatur-Uckermark besitzt das zwei Hektar große Grundstück, auf dem Thomas Kröger zwei als Ferienhaus genutzte Pavillons gestaltete, alle typischen Landschaftsmerkmale: Hügel, Wald, ein Seeufer, eine Kirschbaumplantage und zudem Gewächshäuser. Eine benachbarte Bebauung, die Vorgaben oder Anregungen geben könnte, gibt es jedoch nicht. Der Berliner Architekt, den die Bauherrenfamilie bewusst auswählte und dessen zweites Projekt in diesem Buch „Haus des Jahres“ ist, konzentrierte sich in seinem Entwurf daher auf die unterschiedlichen Außenräume und Ausblicke.

So erklärt sich der bereits fertiggestellte hexagonale Pavillon: Er inszeniert drei unterschiedliche Perspektiven, je um 60 Grad versetzt. Halb Folly und halb japanisches Teehaus, Lust- ebenso wie Wohnhaus, duckt das kleine Haus sich unter ein erst sanft, dann steiler ansteigendes Dach. Der breitkrempige Dachhut schillert metallisch und spendet durch die großen Überstände im Sommer Schatten auf der Veranda. Nicht weit davon entfernt ist in einem zweiten Bauabschnitt auf einer kleinen Anhöhe der zweite Neubau, der eher kubische, monolithische und mit Holzschindeln bekleidete „Turm“ geplant.“

Eine Auszeichnung und sechs Anerkennungen

Die Auszeichnung beim Wettbewerb „Häuser des Jahres 2018“ erhielt: Bearth & Deplazes Architekten, Chur (CH), für das Haus „High Performance, Low Tech“ in 
Tamins (CH).

Anerkennungen gingen an:

  • Davide Macullo Architects mit Daniel Buren Artist, Lugano (CH), für das Haus „Kunstbau“ in 
Rossa (CH)
  • Modersohn & Freiesleben Partnerschaft Architekten mbB, Berlin, für das Haus „Landhaus“ in Gramzow Melzow
  • Innauer-Matt Architekten ZT GmbH, Bezau (AT), für das Haus „Kraftort“ in Bürserberg (AT)
  • Titus Bernhard Architekten BDA, Augsburg, für das Haus „Kulturbau“ in Gargnano (IT)
  • Caramel Architekten ZT GmbH, Wien (AT), für das Haus „Leben im Grünen“ in Baden bei Wien (AT)
  • Beer Bembé Dellinger Architekten, Greifenberg, für das Haus „Länge läuft“ in Oberbayern

Alle 50 Arbeiten präsentierte das Deutsche Architekturmuseum (Frankfurt am Main) vom 06. Oktober bis 25. November 2018 in einer Ausstellung.

Weitere Infos finden Sie auf haeuser-des-jahres.com. Partner des Wettbewerbs waren das Deutsche Architekturmuseum, das InformationsZentrum Beton, Hofquartier, der Baumeister sowie der Callwey-Verlag.

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