Baukultur bezeichnet die Art und Qualität, in der eine Gesellschaft ihre gebaute Umwelt plant, errichtet, erhält und umbaut. Die Erklärung von Davos, im Januar 2018 von den europäischen Kulturminister:innen verabschiedet, versteht darunter die Summe der menschlichen Tätigkeiten, welche die gebaute Umwelt verändern. Der Begriff schließt Denkmäler, zeitgenössische Gebäude, Infrastrukturen und Landschaften ein. Er richtet sich an Planende ebenso wie an Bauherrschaften, Verwaltung und Politik.

In Deutschland wurde die Bundesstiftung Baukultur per Bundesgesetz errichtet, das im Dezember 2006 in Kraft trat. Seit 2011 hat sie ihren Sitz in Potsdam. Alle zwei Jahre legt sie einen Baukulturbericht vor, mit Schwerpunkten wie Stadt und Land (2016/17), öffentliche Räume (2020/21) oder Infrastrukturen (2024/25). Der Bericht 2022/23 stellte unter dem Motto einer neuen Umbaukultur den Umgang mit dem Bestand in den Mittelpunkt. Außerdem veranstaltet die Stiftung den Konvent der Baukultur.

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